Haben Sie sehr viel Zeit ?? Ich kenne eine Internetseite, die ich Ihnen sehr ans Herz legen kann, sie ist voller Lebensweisheiten, Zitaten, Kurzgeschichten und wird mit viel Liebe und Humor gestaltet. Eine glitzekleine Auswahl habe ich Ihnen hier vorab kopiert. (Wenn Sie im Moment nicht soviel Zeit haben! :-) )

 Viel Spass beim Stöbern in
www.betrachtenswert.de - dem Online Magazin für Lebenskunst.

 

 
       
 

 

Sobald der Mensch
in Zorn gerät -
gerät er in Irrtum.

Talmud

 

 
       
  Die wirklich wichtigen Dinge im Leben

Wenn die Dinge in deinem Leben immer schwieriger werden, wenn 24 Stunden am Tag nicht genug sind, erinnere dich an den "Blumentopf und das Bier".

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr grossen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei.

Sie bejahten es.
Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese In den Topf. Er bewegte den Topf sachte und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Sie stimmten zu.
Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei.

Die Studenten antworteten einstimmig "ja".
Der Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete. Den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus.

Die Studenten lachten.
"Nun", sagte der Professor, als das Lachen langsam nachliess, "Ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen. Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllend wäre."

"Die Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto. Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten. Falls Sie Den Sand zuerst in den Topf geben", fuhr der Professor fort, "hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden.

Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben um das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen."

"Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand." Einer der Studenten erhob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren soll. Der Professor schmunzelte: "Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dafür da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen."


Autor unbekannt
 
       
 

 

Die Dinge, die wir sehen, sind dieselben Dinge, die in uns sind. Es gibt keine Wirklichkeit als die, die wir in uns haben. Darum leben die meisten Menschen so unwirklich, weil sie die Bilder ausserhalb für das Wirkliche halten.

Hermann Hesse

 

 
       
  Die kleine Seele

Es war einmal eine Seele, die sich als Licht erkannte. Es war eine sehr neue Seele und deshalb auf Erfahrung erpicht. "Ich bin das Licht", sagte sie. "Ich bin das Licht." Doch all dieses Wissen und Aussprechen konnte die Erfahrung davon nicht ersetzen. Und in dem Reich, aus dem die Seele auftauchte, gab es nichts außer Licht. Jede Seele war großartig, jede Seele war herrlich und jede Seele erstrahlte im Glanz des ehrfurchtgebietenden Lichts. Und so war diese kleine Seele eine Kerzenflamme in der Sonne. Inmitten des grandiosesten Lichts - von dem sie ein Teil war - konnte sie sich selbst nicht sehen und auch nicht erfahren, wer-und-was-sie-wirklich-ist.
Nun geschah es, dass diese Seele sich danach sehnte und verzehrte, sich selbst kennen zulernen. Und so groß war ihr Verlangen, dass Gott eines Tages zu ihr sagte: "Weißt du, Kleines, was Du tun musst, um Dein Verlangen zu befriedigen?" "Oh, was denn, Gott? Was? Ich werde alles tun!" sagte die kleine Seele.
"Du musst Dich vom Rest von uns trennen", gab Gott zur Antwort, "und dann musst du für dich die Finsternis herbeibeschwören".
"Was ist Finsternis, oh Heiligkeit?" fragte die kleine Seele.
"Das, was du nicht bist", erwiderte Gott und die Seele verstand.
Und so entfernte sie sich von Allem und machte sich sogar auf in eine anderes Reich. Und in diesem Reich hatte die Seele die Macht, sämtliche mögliche Formen von Finsternis in ihre Erfahrung zu rufen. Und das tat sie auch.
Doch inmitten all der Finsternis rief sie aus: "Vater, Vater, warum hast Du mich verlassen?" So wie Ihr das auch in euren dunkelsten Zeiten getan habt. Doch Gott hat euch nie verlassen, sondern euch immer zur Seite gestanden, bereit, euch daran zu erinnern, wer-ihr-wirklich-seid; bereit, immer bereit, euch nach Hause zu rufen.
Seid deshalb der Finsternis ein Licht und verflucht sie nicht.
Und vergesst nicht, wer-ihr-seid in dem Moment, in dem ihr von dem umgeben seid, was ihr nicht seid. Und preist die Schöpfung, auch wenn ihr danach trachtet, sie zu verändern.
Und wisst, das das, was ihr in den Zeiten eurer größten Prüfungen tut, eurer größter Triumph sein kann. Denn die von euch erschaffene Erfahrung ist eine Aussage darüber, was-ihr-seid und wer-ihr-sein-wollt.

Der zweite Teil der Parabel:

"Du kannst Dir aussuchen, was für einen Teil von Gott du sein möchtest", sagte Gott zu der kleinen Seele. "Du bist absolute Göttlichkeit, die sich selbst erfährt. Welchen Aspekt der Göttlichkeit möchtest du nun als Dein Selbst erfahren?"
"Du meinst, ich habe die Wahl?" fragte die kleine Seele. "Ja." antwortete Gott. "Du kannst Dir jeden Aspekt der Göttlichkeit aussuchen, den du in deinem als und durch dein Selbst erfahren möchtest."
"Okay", sagte die kleine Seele, "dann wähle ich Vergebung. Ich möchte mein Selbst als jenen Aspekt Gottes erfahren, den man vollkommene Vergebung nennt."
Nun, das war keine geringe Herausforderung, wie man sich vorstellen kann.
Es gab niemanden, dem man hätte vergeben können. Alles, was Gott geschaffen hat, ist Vollkommenheit und Liebe.
"Keiner, dem zu vergeben wäre?" fragte die kleine Seele etwas ungläubig.
"Keiner", bestätigte Gott. "Schau Dich um. Siehst du irgendwelche Seelen, die weniger vollkommen, weniger wunderbar sind als du?"
Die kleine Seele wirbelte herum und sah sich zu ihrer Überraschung von allen Seelen im Himmel umgeben. Sie waren von fern und nah aus dem ganzen Reich gekommen, weil sie gehört hatten, dass die kleine Seele ein außergewöhnliches Gespräch mit Gott führte.
"Ich sehe niemanden, der weniger vollkommen wäre als ich!" rief die kleine Seele. "Wem soll ich denn dann vergeben?"
Da trat eine andere Seele aus der Menge hervor. "Du kannst mir vergeben", sagte die freundliche Seele.
"Ich werde in deinem nächsten physischen Leben zu Dir kommen und etwas tun, wofür du mir vergeben kannst", erwiderte die freundliche Seele.

"Aber was? Was könntest du, ein Wesen so vollkommnen Lichts, tun, das ich vergeben sollte?" erkundigte sich die kleine Seele.

"Oh", gab die freundliche Seele lächelnd zurück. "Ich bin sicher, wir können uns da etwas einfallen lassen."
"Aber warum würdest Du das tun wollen?" Der kleinen Seele war es ein Rätsel, warum ein Wesen von so hoher Vollkommenheit tatsächlich etwas "Schlechtes" tun wollte.
"Ganz einfach, ich würde es tun, weil ich Dich liebe", erklärte die freundliche Seele. "Du möchtest dein Selbst als vergebend erfahren nicht wahr? Abgesehen davon, hast Du dasselbe für mich getan."
"Das habe ich?" fragte die kleine Seele.
"Natürlich. Erinnerst Du Dich nicht mehr? Wir sind alles davon gewesen, du und ich. Wir sind das Oben und Unten, das Linke und das Rechte davon gewesen. Wir waren das Hier und das Dort und das Jetzt und das Dann. Wir waren das Große und das Kleine das Männliche und das Weibliche, das Gute und das Schlechte davon. Wir alle waren das Alles davon. Und das taten wir aufgrund einer Vereinbarung damit jede von uns sich, wir alle uns, als den großartigsten Teil Gottes erfahren konnten. Denn wir haben verstanden, dass in der Abwesenheit dessen, was Du nicht bist, das, was Du bist, nicht ist.
In der Abwesenheit von kalt, kannst du nicht warm sein. In der Abwesenheit von traurig, kannst Du nicht glücklich sein, ohne ein Ding, das man "Böse" nennt, kann die Erfahrung, die man das "Gute" nennt, nicht existieren.
Wenn Du die Wahl triffst, etwas zu sein, dann muss irgend etwas oder irgend jemand im Gegensatz dazu irgendwo in deinem Universum auftauchen, um das zu ermöglichen."
Dann erklärte die freundliche Seele, dass diese Wesen Gottes "Spezialengel" und diese speziellen Umstände Gottes Geschenke sind.
"Ich bitte dich nur um eines im Austausch dafür", sagte sie schließlich.
"Alles, was es auch sei!" rief die kleine Seele. Das Wissen, dass die Erfahrung von jedem Aspekt Gottes machen konnte, machte sie ganz aufgeregt. Sie verstand nun den Plan. In dem Augenblick, in dem ich dich schlage und peinige, in dem Moment, in dem ich dir das Schlimmste antue, das du dir je vorstellen kannst - genau in diesem Augenblick", so sagte die freundliche Seele, "... solltest du dich daran erinnern, wer ich wirklich bin."
"Oh, ich werde es nicht vergessen!" versprach die kleine Seele. "Ich werde dich in all der Vollkommenheit erkennen, in der ich dich jetzt sehe, und ich werde mich immer daran erinnern, wer du bist."

(N.D.Walsch.... GmG)


 
 
       
     
  Geschichte der Traurigkeit

Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlangkam. Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?" Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. "Ich? Ich bin die Traurigkeit", flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war. "Ach die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen. "Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit misstrauisch. "Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet." "Ja aber...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?" "Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?" "Ich.....ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. "Traurig bist du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so bedrückt." Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. "Ach, weißt du", begann sie zögernd und äußerst verwundert, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest." Dir Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen." "Oh ja", bestätigte die alte Frau, "solche Menschen sind mir schon oft begegnet." Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu." Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. "Weine nur, Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt." Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: "Aber...aber - wer bist eigentlich du?" "Ich?" sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen. "Ich bin die Hoffnung."


 
 
       
       
  Liebe.exe

Kundenberater: Können Sie LIEBE installieren?

Kundin: Ich glaube schon. Ich bin zwar technisch nicht so begabt, aber ich bin jetzt bereit, mit der Installation zu beginnen. Was mache ich zuerst?

Berater: Als erstes öffnen Sie HERZ. Haben Sie Ihr HERZ schon gefunden?

Kundin: Ja, hab ich, aber da laufen im Moment noch mehrere Programme. Kann ich trotzdem mit der Installation beginnen?

Berater: Welche Programme laufen denn gerade?

Kundin: Moment, ich schau mal nach... Momentan laufen gerade ALTEVERLETZUNG.exe, WENIGSELBSTACHTUNG.exe, GROLL.exe und VERSTIMMUNG.com.

Berater: Kein Problem. LIEBE wird die ALTEVERLETZUNG.exe automatisch aus Ihrem jetzigen System entfernen. Es kann zwar sein, dass sie im permanenten Speicher bleibt, aber sie wird andere Programme nicht mehr stören. LIEBE wird mit der Zeit auch die WENIGSELBSTACHTUNG.exe überschreiben, und zwar mit ihrem eigenen Modul HOHESELBSTACHTUNG.exe. Allerdings müssen Sie die GROLL.exe und die VERSTIMMUNG.com komplett löschen. Diese Programme verhindern, dass LIEBE.exe richtig installiert wird. Könnten Sie die löschen?

Kundin: Ich weiß nicht, wie das geht. Könnten Sie mir behilflich sein?

Berater: Ja, gern. Gehen Sie in Ihr Startmenü und lassen Sie VERGEBUNG.exe laufen. Das machen Sie so oft, bis die GROLL.exe und VERSTIMMUNG.com total gelöscht sind.

Kundin: Alles klar, hab ich gerade gemacht. LIEBE hat nun angefangen, sich automatisch selbst zu installieren. Ist das normal?

Berater: Ja, ist es. Sie müssten eigentlich eine Meldung erhalten, die besagt, dass LIEBE sich um das Leben Ihres HERZens willen selbst installiert. Sehen Sie eine solche Meldung?

Kundin: Ja. Ist die Installation jetzt fertig?

Berater: Ja, aber denken Sie daran, dass Sie bisher nur die Basis-Version des Programms haben. Sie müssen jetzt noch anfangen, sich mit anderen Herzen zu verbinden, damit Sie die Upgrades bekommen können.

Kundin: Huch... Ich habe schon eine Fehlermeldung! Was soll ich machen? Berater: Was besagt die Meldung? Kundin: Da steht "FEHLER 412 - PROGRAMM LÄUFT NICHT AUF DEN INNEREN KOMPONENTEN." Was bedeutet das?

Berater: Machen Sie sich keine Sorgen, das ist ein weit verbreitetes Problem. Es bedeutet, dass LIEBE im Set-up darauf eingestellt ist, auf externen HERZen zu laufen, aber auf Ihrem eigenen HERZ noch nicht gelaufen ist. Das ist eins dieser komplizierten Programmierungs-Probleme, aber in normalen Worten ausgedrückt heißt das einfach: Sie müssen LIEBE auf Ihrem eigenen Gerät benutzen, bevor sie auf anderen Geräten eingesetzt werden kann.

Kundin: Ah, was soll ich also tun? Berater: Können Sie ein Verzeichnis finden mit dem Titel "SELBSTAKZEPTANZ"?

Kundin: Ja, das habe ich hier.

Berater: Ausgezeichnet, Sie werden ja langsam ein Profi.

Kundin: Danke schön.

Berater: Bitte! Klicken Sie nun die folgenden Dokumente an und kopieren Sie sie in das "MEINHERZ"-Verzeichnis: VERGEBUNG.doc, SELBSTACHTUNG.doc, SELBSTWERT.txt und FREUNDLICHKEIT.doc. Das System wird alle Dokumente überschreiben, die in eventuellem Konflikt stehen könnten und dann damit anfangen, alle falschen Programmierungen auszubessern. Was Sie auch unbedingt von Ihrer Festplatte und aus allen Verzeichnissen löschen müssen, ist die SELBSTKRITIK.exe UND DANN müssen Sie unbedingt Ihren Papierkorb leeren, um sicherzugehen, dass diese exe auf jeden Fall weg ist und nicht wieder irgendwo auftaucht.

Kundin: Fertig. HEY! Mein HERZ fängt jetzt an, sich mit echt netten Dokumenten zu füllen. Im Moment läuft LÄCHELN.MPG auf meinem Monitor, und das System zeigt an, dass sich gerade WÄRME.com, FRIEDEN.exe und ZUFRIEDENHEIT.com selber über mein gesamtes HERZ kopieren. Berater: Ok, in diesem Fall ist LIEBE installiert und läuft auch. Von hier aus müssten Sie nun eigentlich allein zurechtkommen. Eine Sache noch, bevor ich auflege...

Kundin: Ja?

Berater: LIEBE ist freeware. Bitte sorgen Sie dafür, dass Sie LIEBE und ihre verschiedenen Module an jeden weitergeben, dem Sie begegnen. Diese Leute werden das Programm dann wieder anderen weitergeben, und Sie werden mit der Zeit einige sehr schöne Module von den anderen zurückerhalten.

Kundin: Das werde ich tun. Danke für Ihre Hilfe.

Berater: Bitte, sehr gern geschehen.
 
       
  Die Wirklichkeit ist eine subjektive Erfahrung. Es gibt niemals dieselbe Wirklichkeit für alle. Die Welt ist unsere Vorstellung. Jedermanns Vorstellung ist aber anders. Zwei Menschen, die - "objektiv" gesehen - dasselbe wahrnehmen, erleben - subjektiv gesehen - etwas ganz Verschiedenes. Jeder erlebt die Umwelt anders bis zu einem Grad, dass man an dem Vorhandensein einer objektiven Umwelt und dem Sinn des Wortes "objektiv" überhaupt zweifeln kann. Jeder Mensch gestaltet sich die Umwelt zu einem ganz persönlichen Erlebnis, zu seiner ganz besonderen Erfahrung.

Hans Künkel
 

 
       
 


Wir schaffen uns selbst die Atmosphäre, in der wir leben; denn welcher Art unsere Gedanken sind, die wir ausschicken, derart sind die, welche zu uns zurückkommen.

Gerke
 

 
       
  Eine Adlergeschichte...

Ein Bauer fand einmal ein Adler-Ei und legte es einer seiner Hennen im Hühnerhof ins Nest.

Der Adler wurde zusammen mit den Küken ausgebrütet und wuchs mit ihnen auf.
Da er sich für ein Huhn hielt, gackerte er. Er schlug mit den Flügeln und flatterte immer nur höchstens einen oder anderthalb Meter in die Höhe. Wie ein anständiges Huhn. Und er scharrte in der Erde nach Würmern und Insekten.

Irgendwann bemerkte der Adler, dass ihn die Hühner schräg ansahen, und er wunderte sich. Was machte er nur verkehrt? Er bemühte sich sehr, ein gutes Huhn zu sein, doch wenn er gackerte, klang es immer heiser. Seine Flügel waren unnatürlich groß, sein Körper unnatürlich klein und sein Schnabel schrecklich krumm. Die anderen Küken, die ihren Müttern immer ähnlicher wurden, machten sich über ihn lustig. "Du bist keiner von uns!" riefen sie, pickten nach ihm und so sehr er sich auch bemühte, er durfte nicht mehr mit ihnen spielen.

Betrübt hockte der Adler in einer Ecke des Hühnerstalls und ließ den Kopf hängen. Er fühlte sich einsam, häßlich und ausgesprochen nutzlos. Er fing an, die Hühner, die ihn so schlecht behandelten, zu hassen. Schließlich wurde er sehr krank. Das rief den Bauern auf den Plan. Auch er hatte inzwischen erkannt, dass mit diesem Vogel irgendetwas anders war. Er ließ einen Vogelkundigen kommen, der erfreut in die Hände klatschte und rief: "Bauer, du hast einen Adler in deinem Hühnerstall. Sei froh, dass er deine Hennen noch nicht gefressen hat. Gib ihn mir nur, und du sollst reich dafür belohnt werden!"

So verkaufte der Bauer den Adler an den Vogelkundigen, der eine große Falknerei hatte. Erstaunt lernte der Adler, dass es außer Hühnern auch noch andere Vögel gab, und dass er nicht nach Würmern und Körnern picken musste, von denen er ohnehin nie satt geworden war. Er erschrak zutiefst, als ihm der Falkner ein totes Küken anbot. Zuerst weigerte sich der Adler es zu fressen. Doch weil er nichts anderes bekam, und die Vögel in den anderen Käfigen auch keine Hemmungen hatten, Küken zu fressen, fügte sich der Adler in sein neues Schicksal.

Rasch wurde er kräftiger und seine Ausbildung begann. Der Adler war klug und sehr gelehrig. Schon bald lernte er fliegen und jagen und der Falkner gewann viele Preise mit ihm. Trotzdem fühlte sich der Adler einsam. In der ganzen Falknerei war niemand seinesgleichen, mit dem er hätte sprechen können. Der einzige Sinn seines Daseins war zu tun, was ihm der Falkner beigebracht hatte. Nach jedem Jagderfolg bekam der Adler einen Leckerbissen, doch dann wurden ihm auch schon die Augen verbunden, und man sperrte ihn wieder in den Käfig.

Wenn der Adler nachts schlief, träumte er oft von den Landschaften, die er während seiner Jagdausflüge gesehen hatte. Mehr als einmal war er versucht gewesen, einfach weiter zu fliegen und heraus zu finden, was das für eine Welt war, die er von oben sah. Doch er hatte immer seine Aufgabe erfüllt und war zum Falkner zurück gekehrt, der ihm seine Treue und Pflichterfüllung mit Nahrung und Pflege vergalt. Dennoch belauschte der Adler aufmerksam die Unterhaltungen der Falken im Nachbarkäfig. Sie hatten ähnliche Gedanken wie er. Und tatsächlich: eines Tages kehrte einer dieser Falken nicht von der Jagd zurück. Die Aufregung in der Falknerei war groß. Auch der Adler war sehr aufgeregt. Viele Spekulationen wurden angestellt und niemand wußte, ob der Falke nun in Freiheit lebte oder gar sein Leben verloren hatte. So lernte der Adler, dass das, was man als Freiheit bezeichnete, wohl auch gefährlich sein mußte. Dennoch fühlte er einen unbändigen Drang danach, selbst diese Freiheit einmal zu spüren. Er faßte den Plan, die nächste Jagd zur Flucht zu nutzen.

Er war hin- und hergerissen vor Aufregung und Bedenken. Er empfand Schuldgefühle gegenüber dem Falkner, der ihm Nahrung und sichere Unterkunft bot. Doch der Wunsch frei zu sein stand über allem. Seine Entscheidung war gefallen.

Der darauf folgende Tag brachte jedoch eine Überraschung: der Falke war wieder da. Jemand hatte ihn aufgelesen und zurück gebracht. Der Adler erkannte nun die Bedeutung des Ringes, den man an seinem Bein befestigt hatte. Irritiert lauschte er den Worten des Falken, der von der Freiheit erzählte, und wie es ihm damit ergangen war. Nach so manchem Missgeschick schien er froh, wieder in der Falknerei zu sein. Das machte den Adler sehr traurig. Er war verunsichert und beschloss, seine Fluchtpläne noch einmal zu überdenken.

Die Wochen zogen ins Land. Draußen fiel Schnee, die Tage waren kurz und düster. Der Adler träumte von den weiten farbigen Landschaften. Auch wenn die Träume verblassten je länger der Winter andauerte, sie hörten niemals wirklich auf. Als das Frühjahr kam, nahm der Falkner den Adler wieder mit hinaus. Diesmal brachte er ihn in eine völlig neue Gegend mit hohen Bergen und schroffen Felsen. Und zum ersten Mal begegnete der Adler einem wilden Artgenossen. Voller Ehrfurcht bat der Adler darum einige Fragen stellen zu dürfen. Der freie Adler willigte ein, und während die beiden einen majestätischen Kreis über einer tiefen Schlucht zogen, erfuhr der Adler, was es bedeutete frei zu sein. Tief bewegt bedankte er sich bei seinem Artgenossen. Er blickte in die Ferne und erkannte zum ersten Mal, wie weit der Blick seiner scharfen Augen reichte. Er spürte die Luft unter seinen Schwingen, die ihn wie von selbst trug. Er spürte, wie kräftig er war. Und er erinnerte sich daran, wie geschickt er sich beim Jagen anstellte. Er hatte alles, was er brauchte um frei zu sein. Mit dieser Erkenntnis breitete er seine Schwingen aus, überquerte den Gebirgskamm und wurde in seiner Heimat nie wieder gesehen.

In seinen späteren Jahren, wenn er anderen Adlern seine Lebensgeschichte erzählte, erinnerte er sich oft an die Hühner. Und er pflegte zu sagen: "Wenn mich die Hühner damals nicht so gemein behandelt hätten, würde ich vielleicht heute noch mit ihnen im Sand scharren und Körner picken!"
 
       
 
Wir glauben vielleicht, dass unsere Wahrnehmungen so etwas wie Fotografien sind, die eine Kamera von Dingen ausserhalb von uns selbst gemacht hat. In Wirklichkeit aber sind sie Projektionen von Gedanken, die in unseren eigenen Köpfen entstehen. Da wir aber immer erst hineinschauen, bevor wir hinausschauen, ist das, was wir sehen, unsere eigene geistige, nach aussen gespiegelte Verfassung.

Gerald G. Jampolsky
 

 
       
 

Über die Voreingenommenheit

Tanzan und Ekido, zwei Zen-Mönche, wanderten einmal eine schmutzige Straße entlang. Zudem fiel auch noch heftiger Regen.
Als sie an eine Wegkreuzung kamen, trafen sie ein hübsches Mädchen in einem seidenen Kimono, welches gerade die Straße überqueren wollte, aber nicht konnte. "Komm her, Mädchen“, sagte Tanzan sogleich. Er nahm es auf die Arme und trug es über den Morast der Straße
Ekido sprach kein Wort, bis sie des Nachts einen Tempel erreichten, in dem sie Rast machten. Da konnte er nicht mehr länger an sich halten. "Wir Mönche dürfen Frauen nicht in die Nähe kommen", sagte er zu Tanzan, "vor allem nicht den jungen und hübschen. Wie konntest du es nur wagen, das Mädchen über die Straße zu tragen!"
"Ich habe aber das Mädchen dort an der Kreuzung abgesetzt", erwiderte Tanzan gelassen, "trägst du es immer noch?"


Unbekannt
Quelle : Zen-Legende

 
       
 


Der Kampf mit sich selbst ist der großartigste und
sinnvollste Kampf, den ein Mensch
in seinem Leben führen kann.

Gerda Ital

Wenn man begonnen hat, mit dem eigenen Drachen zu kämpfen,
hört der Kampf mit anderen Menschen auf.

H.C. Dörler
 
 
       
 

Danksagung


Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben.
Sie haben meine Phantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten.
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben.
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben.
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben.
Sie haben meinen Trotz geschürt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben.
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben.
Sie haben mich erwachsen werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben.
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben.
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Ich danke allen, die mich verwirrt haben.
Sie haben mir meinen Standpunkt klar gemacht.

Vor allem aber danke ich all denen,
die mich lieben, so wie ich bin.
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

(Paulo Coelho)

 

 
       
 

 

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt, sind Kleinigkeiten zu dem, was in uns liegt. Und wenn wir das, was in uns liegt, nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.

Henry David Thoreau

 

 
       
 
Sokrates und der Erfolg

Eines Tages kam ein junger Mann zu Sokrates, der für seine Weisheit bekannt war, und fragte: "Was ist das Geheimnis für Erfolg im Leben?" Sokrates antwortete: "Komm morgen Früh zum Fluß." So geschah es. Am nächsten Morgen standen sie am Ufer, und Sokrates sagte:
"Jetzt gehen wir in den Fluss."
Der junge Mann folgte Sokrates bereitwillig. Als beide bis zum Hals im Wasser standen, packte Sokrates den jungen Mann ganz plötzlich und drückte dessen Kopf unter Wasser. Der arme Kerl wehrte sich verzweifelt, aber Sokrates ließ ihn nicht los. Lange, lange nicht. Als er endlich seinen Griff lockerte, prustete und hechelte der junge Mann völlig außer sich.
Sokrates fragte: "Als du dort unten im Wasser warst: was wolltest du am meisten?"
"Luft natürlich!" rief der junge Mann.
"Siehst, du", sagte Sokrates, "das ist das Geheimnis des Erfolgs. Wenn Du Erfolg so sehr willst, wie du unter Wasser Luft wolltest, dann wirst du auch Erfolg haben.

 

 
       
 


Wir idealisieren die Freiheit,
aber unseren Gewohnheiten
sind wir sklavisch ergeben.


Sogyal Rinpoche
 

 
       
  Shit happens - über Projektarbeit im Unternehmen

.... und dann kamen die Annahmen, und die Annahmen waren nicht fundiert, und der Plan war völlig ohne Substanz ... und Zweifel lagen auf den Gesichtern der Projektmitarbeiter, und sie redeten und redeten miteinander und sagten: "Das ist ein Haufen Schei**e und er stinkt!"

und die Projektmitarbeiter gingen zu den Teilteamleitern und sagten: "Das ist ein Haufen Mist und keiner erträgt den Gestank!"

und die Teilteamleiter gingen zu den Teilprojektleitern und sagten: "Das ist ein Eimer voller Fäkalien und riecht so stark, dass keiner damit zu tun haben will."

und die Teilprojektleiter gingen zu McKinsey und sagten: "Das ist ein Faß voller Gülle und verbreitet einen starken Duft!"

und McKinsey ging zur Projektleitung und sagte: "Das enthält Dünger und ist sehr stark."

und die Projektleitung ging zum Lenkungsausschuß und sagte: "Das fördert Wachstum und hat Power!"

und der Lenkungsausschuß ging zum Vorstand und sagte: "Dieser neue Plan wird aktiv das Wachstum und die Effizienz fördern."

und der Vorstand blickte auf den Plan und sah, dass er gut war,
und der Plan wurde Realität!

And that is how shit happens!
 
       
 
Der Weise benutzt sein Herz wie einen Spiegel.
Er sucht die Dinge nicht und geht ihnen auch nicht entgegen.
Was auf ihn zukommt, nimmt er in seinem Spiegel auf,
tut aber nichts, es dort zu halten. Das aber ist eben, was ihn fähig macht, über alles zu siegen und selbst nie verletzt zu werden.


Tschuangtse
 

 
       
  Die Rose

Von Rainer Maria Rilke gibt es aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes diese Geschichte:

Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin saß, die um Geld anhielt. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, saß die Frau immer am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas; seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück.

Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab zur Antwort: »Wir müssten ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.«

Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah etwas Unerwartetes: die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon.

Eine Woche lang war die Alte verschwunden. Nach acht Tagen saß sie plötzlich wieder wie früher am gewohnten Platz. Sie war stumm wie damals. »Aber wovon hat sie denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?«, fragte die Französin. Rilke antwortete: »Von der Rose...«
Rainer Maria Rilke
 
       
 


Glücklich oder unglücklich
sind wir nicht
durch unsere Lebenslage,
sondern durch unsere Einstellung
zum Leben.

Hazrat Inayat Khan
 

 
       
  Der Watz


"Guten Tag", sagte das kleine Männchen, während es die Beine vor dem Fernsehbildschirm herunterbaumeln ließ. Es war völlig unmöglich, sich weiter auf das Fußballspiel zu konzentrieren.
"Ich hab' da mal 'ne Frage", fuhr das Männchen unbeirrt fort, obwohl es meine Verwunderung bemerkt haben mußte. Es sah ein wenig blass, ja transparent aus, doch ich konnte es deutlich sehen.


"Und was ist das für eine Frage?" erkundigte ich mich.
"Ihr Menschen seid ein wenig seltsam. Wenn jemand sagt: Der Schrank spricht zu mir, dann erklärt ihr ihn für verrückt. Wenn er aber sagt: Der Schrank spricht mich an, dann ist das anscheinend ganz normal. Was ist der Unterschied?"

Ich starrte das Männchen fassungslos an. "Darf ich dir auch eine Frage stellen?"
"Nur zu."
"Wer oder was bist du, warum kann ich dich sehen und wie komme ich zu der Ehre, von dir befragt zu werden?"
"Typisch Mensch - gleich drei Fragen in einem Satz!" Das Männchen hüpfte vom Fernseher,schwang sich behende auf meinen großen antiken Holzschrank und schubste die fein geschnitzte Buddhafigur über die Kante. Es gelang mir gerade noch rechtzeitig, sie aufzufangen. Einen Sturz aus zwei Meter zwanzig hätte sie nicht überlebt.
"Bist du wahnsinnig?" rief ich entrüstet.
"Nein. Ich bin hier, um eure Sprache zu lernen. Und mir wurde gesagt, du kennst dich mit sowas aus."
"Mag sein. Ich bin Übersetzerin." Ich stellte die Buddhafigur an einen sicheren Platz.
"Also: wieso ist es ein Unterschied?" beharrte das Männchen.
"Dinge können nicht sprechen", antwortete ich, korrigierte mich aber: "Die Mehrzahl der Menschen ist jedenfalls der Ansicht dass es so ist."
"Aha." Das Männchen hüpfte zurück auf den Fernseher. "Dieses Ding hier spricht aber."
"Ja, es ist ein Fernseher. Menschen bringen es auf technischem Wege zum Sprechen."
"Und dieser Schrank hier? Der kann also nicht sprechen."
"Er macht manchmal Geräusche", gab ich zu.
"Spricht er - oder spricht er nicht? Spricht er mit dir oder spricht er dich nur an?"
"Hör zu", sagte ich, "wenn ich behaupten würde, dass dieser Schrank zu mir spricht, dann würden mich alle Leute für völlig verrückt erklären. Ich würde meine Glaubwürdigkeit verlieren. Es könnte schlimmstenfalls sogar passieren, dass ich meinen Job verliere, weil die Leute denken, ich sei irgendwie krank oder verdreht. Also lasse ich es sein. Ich würde also höchstens sagen, dass er mich anspricht - was so viel bedeutet, dass ich ihn schön finde. Diese Formulierung ist üblich und gebräuchlich. Niemand würde sich darüber wundern."

"Du wählst deine Worte also so, dass sich niemand über dich wundern muss", notierte das Männchen, "aber gleichzeitig sind Menschen ganz fasziniert von Wundern und wollen unbedingt welche erleben. Sie sind geradezu gierig danach. Wie paßt das nun wieder zusammen?"
Ich schlug die Hände vor's Gesicht. "Waaah!"
Das Männchen legte den Kopf schief. "Was hast du? Das sind nur ein paar ganz banale Fragen. Wie ist das also jetzt mit dem Schrank? Spricht er oder spricht er nicht?"
Ich holte tief Luft. "Dir kann ich es ja sagen. Ja. Der Schrank spricht. Er spricht zwar anders als die Bäume und die Wolken, und er spricht auch anders als die Steine, aber er spricht. In gewisser Art und Weise."
Ein glückliches Lächeln erhellte das Gesicht des Männchens. "Sehr gut!" Das Männchen holte so etwas wie einen Notizblock hervor und begann zu schreiben.
"Du würdest mir also zustimmen, dass es zwischen dir und dem Schrank eine gewisse Art von Kommunikation gibt?"
"Wenn du so willst - ja. Er steht hier in der Ecke dieses Raumes, ich sehe ihn täglich, ich berühre ihn täglich, wenn ich ihn auf- und zumache... er hat einen ganz eigenen Geruch und er macht Geräusche."
"Würdest du sagen, dass er lebt?"
"Nun, er hat manchmal eine Art Eigenleben. Die Tür geht ohne mein Zutun auf. Aber das liegt wahrscheinlich daran, dass er schief steht. Und die Schwerkraft..."
"Ah", unterbrach das Männchen. "Du kannst also alles erklären?"
Ich seufzte. "Nein, ich möchte niemandem erklären, wie die Welt funktioniert - ich weiß es nämlich selbst nicht."

"Aber die meisten anderen Menschen, die ich bis jetzt gesehen habe, wissen es ziemlich genau. Sie nennen das Wissenschaft. Stimmt es, dass Wissenschaft Wissen schafft?"
Ich lachte. "Die Wissenschaft untersucht Dinge und findet Erklärungen. Sie würde das, was hier gerade passiert, als Halluzination oder Wahnvorstellung bezeichnen. Sag mir - wer oder was bist du? Ich habe so etwas wie dich noch nie gesehen."
"Ich bin ein Wesen, das du wahrscheinlich Kobold nennen würdest."
"Hast du einen Namen?" fragte ich.
"Ja, aber ich verrate ihn dir nicht."
"Warum nicht?"
"Weil ich sonst für immer bei dir bleiben müsste. Und ich liebe meine Freiheit. Deswegen verschwinde ich jetzt auch."
"Oh, schade. Das Gespräch hat mir irgendwie gefallen. Werde ich dich wiedersehen?"
"Wer weiß?" kicherte der Kobold. "Vielleicht!"

Ich hatte keine Gelegenheit mehr zu fragen, ob er mit meinen Antworten zufrieden war. Plötzlich war er weg, und die 22 Fussballer auf dem grünen Rasen traten weiterhin nach dem Ball. Deutschland lag hinten, aber das interessierte mich jetzt überhaupt nicht mehr. Ich drehte den Kopf benommen nach links und starrte meinen Mann an, der die ganze Zeit neben mir gesessen war. Er mußte doch irgend etwas bemerkt haben!
"Habe ich gerade gesprochen?" wollte ich von ihm wissen. Er sah mich verstört an.
"Gesprochen? Mit mir? Nein."
"Habe ich irgend etwas gesagt? Ist dir in den letzten fünf Minuten irgend etwas aufgefallen?"
"Ja, die Tschechen haben ein Tor geschossen!"

 

 
       
 


Nur scheinbar hat ein Ding eine Farbe,
nur scheinbar ist es süss oder bitter;
in Wirklichkeit gibt es nur Atome
und den Leeren Raum.

Aus: Die Entdeckung des Nichts - Leere und Fülle im Universum
 

 
       
  Brunnenfrosch und Seefrosch

Ein Brunnenfrosch erhielt Besuch von einem Seefrosch. Die beiden begannen sich zu unterhalten. Der Brunnenfrosch fragte, indem er ein Stück nach vorne hüpfte: »Ist dein See so groß?« Der Seefrosch antwortete: »Viel, viel größer.« Da machte der Brunnenfrosch einen noch größeren Sprung und fragte: »Ist dein See so groß?« Aber der Seefrosch lachte und sagte: »Mein See ist riesengroß. Viel, viel größer.« Da hüpfte der Brunnenfrosch von einem Rand des Brunnens zum anderen und fragte: »Ist dein See so groß?« Und der Seefrosch lachte noch lauter und antwortete: »Du kleiner Brunnenfrosch kannst dir gar nicht vorstellen, wie groß mein See ist. Mein See ist unendlich groß. Das wird wohl nie in dein Gehirn hineingehen!« Da wurde der Brunnenfrosch wütend und schrie den Seefrosch an: »Nun bin ich von einem Rand des Brunnens zum anderen gehüpft. Nichts kann größer als mein Brunnen sein! Mach, dass du fort kommst, ich will dich nicht mehr sehen!«
Quelle unbekannt
 
       
   

Die Welt ist nicht größer
als das Fenster,
das du ihr öffnest.


Sprichwort

 

 
       
  Rezept für ein glückliches Jahr

Man nimmt die 12 Monate, putzt sie sauber von Ungeduld, Bitterkeit, Geiz, Wut und Pedanterie und zerlegt jeden Monat in 28 bis 31 Tage, so dass der Vorrat genau reicht.

Jeder Tag wird dann einzeln zubereitet, aus einem Teil Arbeit und zwei Teilen Frohsinn und Humor.

Man fügt drei gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu, einen Teelöffel Toleranz, ein Körnchen Ironie und eine Prise Takt. Die ganze Masse wird reichlich mit Liebe übergossen.

Das fertige Gericht garnieren wir mit einem Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten.

Serviert wird es täglich mit Heiterkeit, Gelassenheit und Verständnis.
 
       
   

Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, sondern wie wir sind.
 


Anais Nin

 

 
       
  Die elementaren Rätsel des Lebens
  • Wenn schwimmen schlank macht, was machen dann Blauwale eigentlich falsch?
  • Wenn Superkleber wirklich überall klebt, warum nicht auf der Innenseite der Tube?
  • Warum ist nie besetzt, wenn man eine falsche Nummer wählt?
  • Warum muss man für den Besuch beim Hellseher einen Termin haben?
  • Wenn es heute 0 Grad ist und morgen doppelt so kalt werden soll, wie kalt wird es morgen?
  • Warum ist einsilbig dreisilbig?
  • Warum glauben einem die Leute sofort, wenn man ihnen sagt, daß es am Himmel 400 Billionen Sterne gibt, aber wenn man ihnen sagt, daß die Bank frisch gestrichen ist, müssen sie draufpatschen?
  • Warum besteht Zitronenlimonade zum größtenteils aus künstlichen Zutaten, während in Geschirrspülmittel richtiger Zitronensaft drin ist?
  • Leben Verheiratete länger, oder kommt ihnen das nur so vor?
  • Mit welcher Geschwindigkeit breitet sich das Dunkel aus?
  • Wie packt man Styroporkügelchen ein, wenn man sie verschickt?
  • Gibt es ein anderes Wort für Synonym?
  • Wenn ein Schizophrener mit Selbstmord droht, kann er dann wegen Geiselnahme verurteilt werden?
  • Warum gibt es kein Katzenfutter mit Maus-Flavour?
  • Wie würden Stühle aussehen, wenn wir die Kniescheiben hinten hätten?
  • Warum laufen Nasen, während Füße riechen?
  • Wenn nichts an Teflon haftet, wieso haftet es dann an der Pfanne?
  • Wieso hat eine 24-Stunden-Tankstelle Türschlösser?
  • Warum ist "Abkürzung" so ein langes Wort?
  • Warum benutzt man für "Tödliche Injektionen" in den USA sterilisierte Spritzen/Nadeln?
  • Warum steht auf Sauerrahm-Bechern ein Verfallsdatum?
  • Haben blinde Eskimos "Blinden-Schlittenhunde"?
  • Wie kommt ein Schneepflugfahrer im Winter morgens zur Arbeit?
  • Wenn man in einem Fluggerät sitzen würde, das mit Lichtgeschwindigkeit fliegt, was würde passieren, wenn man die Scheinwerfer einschaltet?
  • Auf den meisten Verbrauchsgütern steht "Hier öffnen". Was schreibt das Protokoll vor, wenn dort stehen würde: "Woanders öffnen"?
  • Wenn die sogenannte "Black Box" von Flugzeugen unzerstörbar ist, wieso baut man dann nicht ein Flugzeug aus dem Material?
  • Warum sterben Menschen eigentlich an Herzschlag ... oder sterben sie eher an Herznichtschlag?


    . . . FRAGEN ÜBER FRAGEN, DOCH KEINER KENNT DIE ANTWORT . . .

 

 
       
 

"Wenn man viel an das Böse denkt
und sich dasselbe
in Gedanken vorstellt
oder lang davon spricht,
so kommt zuletzt die Begierde
zu dem Bösen in das Herz
und man tut's."


Johann Peter Hebel
 

 
       
 

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  Michael Krüger, Praxis für Lebensenergieberatung, Am Anger 6, 86928 Hofstetten
Ehrenamtliche Tätigkeit in den LVA`s Landsberg und Augsburg (in der Planung)